Standort und Boden - Waldmonitoring und Umweltvorsorge

Fichte/Erle-Mischungen (Mixed spruce/alder stand trial)

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Wenn die Fichte auf stauwasserbeeinflussten Böden in Zukunft überhaupt noch eine Bedeutung als Wirtschaftsbaumart behalten soll, müssen von Fichten dominierte Bestände frühzeitig stabilisiert werden. Ein Möglichkeit dazu scheint die Mischung mit Baumarten zu sein, welche in der Lage sind, Böden tief und intensiv zu durchwurzeln. Für die Roterle liegen Hinweise vor, dass sie auch die Stauhorizonte durchwurzelt. Neben einer stabilisierenden Wirkung durch den Wasserverbrauch und einer günstigen ökochemischen Beeinflussung durch ihre milde Streu, soll langfristig durch die Durchwurzelungsdynamik die Bodenstruktur verbessert werden. Gleichzeitig geht aus der Literatur aber auch hervor, dass die Roterle in den Stickstoffhaushalt eingreift und die pH-Werte in der Bodenlösung absenkt, dass die Basensättigung abnimmt und die Aluminiummobilität wächst bei gleichzeitig abnehmender Phosphorverfügbarkeit. Daher wird das waldbauliche Konzept der Fichten-/Erlen-Mischung auf seine ökochemischen Auswirkungen hin mit Bodenfeuchtemessungen und chemischen Analysen der Sickerwässer überprüft. 

Kontakt

Dr. habil. Gebhard Schüler, gebhard.schueler(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-113