Wald und Wild - Ökologische Waldentwicklung

Barrierewirkung von Straßen für Wildtiere (Barrier effects of roads for wildlife)

Strassen können für Wild Barrieren darstellen

In unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft zerschneiden zahlreiche Infrastrukturen als künstliche Barrieren wie Siedlungsräume und vor allem zahlreiche Verkehrsadern die Lebensräume von Wildtieren.

Gerade für großräumig lebende, mobile Arten wie Säugetiere oder Vögel können solche Lebensraumzerschneidungen die Besiedlung ganzer Landstriche erschweren oder gar verhindern.

Heute geht man davon aus, dass die Zerschneidungswirkung von künstlichen Barrieren eine der Hauptursachen für das Artensterben in stark zersiedelten Landschaftsräumen darstellt.

Die FAWF hat sich in zwei Projekten mit diesen Zusammenhängen vorrangig für waldgebundene Säugetiere, z.B. dem Rotwild, befasst:

  1. Gutachten zur Barrierewirkung von Straßen für Rotwild dargestellt am Beispiel Pfälzerwald/Nordvogesen und
  2. Berechnung eines Wildtierkorridornetzes für Rheinland-Pfalz für großräumig wandernde Wildarten 

Im Rahmen sogenannter Wiedervernetzungsmaßnahmen  (Verlinkung mit www.bmu.de/48675) sollen beispielsweise Wildbrücken über stark befahrenen Straßen einen Landschaftsverbund wieder herstellen. Seit 2011 überprüfen wir im Auftrag des Landesbetriebs Mobilität Kaiserslautern mittels Kameraüberwachung und Spurensuche auf Sandstreifen die Querungsereignisse von Wildtieren auf der Grünbrücke „Wattenheimer Wald“, die über die A6 führt.

English Summary

Infrastructures like roads or human settlements cause barrier effects for wildlife. Those effects have to be regarded as a major threat for biodiversity in Europe.
Our Institute has started two detailed studies with regard to forest dwelling species like red deer:

  1. Expertise on barrier effects of roads for red deer in the biosphere reserve Pfälzerwald/Voges du Nord
  2. GIS-based analysis wildlife corridors for roaming wildlife species


Since 2011 we help to monitore success of wildlife passages over highways 

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Kontakt

Dr. Ulf Hohmann, ulf.hohmann(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-148