Ziel des Projekts war, die Wirtschaftlichkeit einer Holznahwärme unter verschiedenen Voraussetzungen in Verbindung mit der Solarthermie zu beurteilen. Gegenstand der Untersuchung waren 5 benachbarte meist als Schulen genutzten Liegenschaften in dem nordpfälzischen Ort Göllheim. Insgesamt brauchen die Liegenschaften derzeit jährlich ca. 1.250.000 kWhth. und nehmen eine Leistung von ca. 1.000 kWth. auf. Würde der Dämmstandard verbessert, so verringerte sich der Wärmemengen- und -leistungsbedarf um jeweils etwa ein Drittel. Für ein Nahwärmesystem ließen sich die neuen Kessel in den Liegenschaften als Spitzenlastkessel mit etwa der Hälfte der Heizleistung übernehmen. Alle Systeme würden mit einem 16.000 l-Pufferspeicher kombiniert. Die Nahwärmeleitungen wären je nach Zahl der versorgten Liegenschaften zwischen 145 und 490 m lang und die Durchmesser der Nahwärmeleitungen hingen von der Anschlussleistung und den Gebäude-Dämmstandards ab.

Die bestehenden Gas-Einzelheizungen liefern die Wärme derzeit zu 6,8 bis 7,1 ct / kWhth.. Alle Nahwärmealternativen wären mit 7,4 bis 8,5 ct / kWhth. teurer. Auf den Turnhallen ließen sich insgesamt 55,5 m² Sonnenkollektoren installieren. Diese Anlagen würden 23 MWhth. im Jahr liefern. Allerdings wäre diese Wärme mit 15,2 bis 19,5 ct / kWhth. recht teuer. Die Gasheizungen reagieren wegen ihres größeren Brennstoffkostenanteils an den Wärmepreisen empfindlicher auf Veränderungen der Brennstoffkosten als die Holzheizungen. Die Holzheizung würde helfen, jährlich bis zu 200 t CO2 zu vermeiden.

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Dr. Stefan Seegmüllerstefan.seegmueller(at)wald-rlp.de, Telefon: +49-6306-911-127