Ziel der Studie war, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Nahwärme mit Holzhackschnitzeln, Grünschnitt oder einem Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk im Vergleich zu neuen Gas-Einzelheizungen zu untersuchen. In Trippstadt kommen 17 Liegenschaften im öffentlichen oder kirchlichen Eigentum für eine Nahwärmeversorgung in Betracht. Die Liegenschaften haben einen Wärmebedarf von fast 2.000 MWhth. / a und eine Heizlast von über 2,5 MWth.. Wegen eines Freibades gibt es auch im Sommer einen beachtlichen Wärmebedarf. Eine Nahwärme bräuchte 1,2 bis 1,4 km Trassenlänge und wäre KfW-förderfähig. Dennoch sind dezentrale Gasheizungen mit durchschnittlich 10,26 ct / kWhth. derzeit günstiger als die Biomassenahwärme mit 13,5 bis 14,5 ct / kWhth.. Erst wenn der Gaspreis gegenüber dem Biomassepreis um 66 % steigt, erreicht die Holzhackschnitzelfeuerung die Wärmepreisparität. Die Wirtschaftlichkeit der Holznahwärme ließe sich voraussichtlich durch eine Abwärme-ORC-Anlage steigern. Die Biomassefeuerung würde bis zu 9.000 t CO2 einsparen.

 

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Dr. Stefan Seegmüller, stefan.seegmueller(at)wald-rlp.de, Tel.: 49-6306-911-127