Ziel der Studie war, zu prüfen, ob sich die beiden Nahwärmenetze in Simmern verknüpfen lassen und ob es weitere Wärmeabnehmer in ihrem Bereich gibt. Die Autoren stellen fest, dass der Wärmebedarf eines Nahwärmeverbundes bei 8.700 MWhth / a und die Leistung bei 5 MWth liegen würde. Zwischen den beiden Nahwärmenetzen liegt noch die Hunsrückschule, die zwar einen neuen Holzhackschnitzelkessel hat, aber für die Spitzenlastabdeckung in den Nahwärmeverbund integrierbar wäre.
Die Basisvariante mit dezentralen Erdgas- / Heizölheizungen würde ca. 670.000 € im Jahr kosten und Wärme zu 7,6 ct / kWhth liefern. Dabei würde sie ca. 2.400 t CO2 im Jahr emittieren. Demgegenüber wäre eine Variante zur zentralen Wärmeversorgung unter Berücksichtigung zweier bestehender Erdgas- / Heizöl-Blockheizkraftwerke wegen der hohen Kosten für die Wärmeleitungen deutlich teurer. Die günstigste Variante ist ein Nahwärmeverbund mit einem Holzgas-Blockheizkraftwerk. Sie kann die hohen Investitionskosten für die Wärmeleitungen mit Hilfe der EEG-Einspeisevergütung für den Strom aus dem Holzgas-Blockheizkraftwerk mehr als ausgleichen, so dass ihre Jahreskosten und Wärmepreise um ca. ein Drittel unter denen der Basisvariante liegen. Der Nahwärmeverbund mit dem Holzgas-Blockheizkraftwerk wäre selbst dann noch günstiger, wenn Erdgas- und Heizölpreise um 40 % gegenüber den Holzhackschnitzelpreisen verfallen sollten. Darüber hinaus spart diese Variante gegenüber der dezentralen Basisvariante ca. 95 % CO2 ein.

 

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