Ziel dieser Untersuchung war, zu prüfen, ob sich eine Holznahwärme für vier benachbarte öffentliche Liegenschaften in der Hillesheimer Innenstadt lohnen könnte. Außerdem prüft der Autor die Einsatzmöglichkeiten für die Solarthermie und die Photovoltaik. Zu diesem Zweck legte er eine Holzhackschnitzel- und eine Holzpelletheizung im Vergleich zur (derzeit noch nicht anstehenden) Sanierung der bestehenden Gasheizungen aus. Im Gegensatz zur Untersuchung in Üxheim war nicht genug Platz für einen Hackschnitzelbunker da, so dass der Autor die Hackschnitzelvariante nicht weiter verfolgen konnte.

Für das Holzpelletnahwärmesystem plant der Autor einen Holz-Grundlastkessel mit Gasspitzenlastkessel. Trotz des Spitzenlastkessels sieht er zwei 3.000 l-Pufferspeicher vor. Einschließlich Wärmeleitungen und Anlagenperipherie braucht die Holznahwärme viermal soviel Investitionen wie neue dezentrale Gasheizungen. Die Gas-Wärmepreise unterbieten dementsprechend derzeit die Holzpelletnahwärmepreise deutlich. Allerdings reagieren die Gasheizungen empfindlicher auf Energiepreiserhöhungen als die Holzheizung.

Zu den untersuchten Liegenschaften in der Hillesheimer Innenstadt gehören das Pfarrhaus, das Rathaus, die katholische Kirche und ein sogenannter „Winkelbau“. Der Autor stellt fest, dass die Dachflächen dieser Gebäude zu verschachtelt und/oder gegenseitig verschattet sind. Er empfiehlt deshalb, in diesem Falle von der Nutzung der Sonnenenergie abzusehen. Dennoch würde alleine die Holznahwärme helfen, jährlich über 100 t CO2 zu sparen.

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Dr. Stefan Seegmüller, stefan.seegmueller(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6306-911-127