Forstliches Umweltmonitoring - Waldmonitoring und Umweltvorsorge

Flechtenvegetation auf Dauerbeobachtungsflächen (Lichens at permanent observation plots)

Bartflechte (Usnea) und Blattflechte (Platismatia fauna)

Die Erfassung und Beobachtung der auf Luftschadstoffe sensibel reagierenden Flechtenvegetation ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltmonitorings. So erfolgen in Rheinland-Pfalz seit 1987/88, in Zusammenarbeit mit dem Pfalzmuseum für Naturkunde, Bad Dürkheim, periodisch Kartierungen der Flechtenvegetation. Seit 1998 werden Durchforstungen zur Erfassung von Arteninventar und Veränderungen der Flechtenvegetation genutzt. Die Ergebnisse bestätigen die Lichtabhängigkeit verschiedener Flechtenarten. So konnten mit der bisherigen Methode der Kartierung am Stamm bis etwa 2,5 Meter Höhe bestandes- und baumartenabhängig lediglich 50-90 % der Arten erfasst werden, die nun bei den Durchforstungen und damit auch im Kronenraum kartiert werden.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass SO2-empfindliche Flechtenarten,aufgrund der deutlichen Erfolge der Luftreinhaltung, wieder im Bestand zunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Links

Forstl. Umweltmonitoring - Forschung an Dauerbeobachtungsflächen- Baumflechten

JOHN, V., SCHRÖCK, H.W. (2001): Flechten im Kronen- und Stammbereich geschlossener Waldbestände in Rheinland-Pfalz (SW-Deutschland). Fauna Flora Rheinland-Pfalz 9 (2001) 3, 727-750

Kontakt

Hans-Werner Schröck, hans-werner.schroeck(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-122