Ökonomie der Waldnutzung - Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Verfahrensansätze zur Bewertung von Verbiss- und Schälschäden (Method to valuate deer browsing and bark stripping)

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Bei Wildschäden im Wald ist, wie bei den Schäden in der Landwirtschaft, der Jagdpächter zum Schadensersatz verpflichtet. Allerdings sind die Auswirkungen der Schäden im Wald (Zuwachsverluste, Qualitätseinbußen, Folgeschäden) durch Reh- und Rotwild oft langfristiger Natur und können nicht so einfach bewertet werden, wie in der Landwirtschaft.

Aus diesem Grund wurden 2 Verfahrensansätze erarbeitet, die bezogen auf Verbiss- und Fegeschäden dem Grundgedanken der Naturalrestitution folgen und hierbei auf eine neue Verfahrensidee, basierend auf Baumschulpreisen, zurückgreifen. Andererseits baut die einfache Bewertung von Schälschäden auf dem bereits bekannten Verfahren nach KROTH, SINNER und BARTELHEIMER auf. Dieses Verfahren wurde für seine praktische Anwendung aktualisiert und vereinfacht.

Inhaltlich sind die beiden Verfahrensansätze mit dem Waldbesitzerverband und dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz abgestimmt. Eine ausführliche Beschreibung der Verfahrensansätze ist in "Forst und Holz" Nr. 5 - 2006, S. 185-189 erschienen. Des Weiteren steht ein Faltblatt (PDF, 977 kB) mit Hilfstabellen zur praktischen Anwendung als Druckvorlage bereit.

Die Hilfstabellen befinden sich derzeit in Überarbeitung. Sobald die Aktualisierung abgeschlossen ist, werden sie an dieser Stelle in Netz gestellt.

Literaturhinweise:

SCHMITZ, W., BÜCKING, M, MOSHAMMER, R., JOCHUM, M., ROEDER, A. (2006): Einfaches Verfahren zur Bewertung von Verbissschäden in den Wäldern von Rheinland-Pfalz. Forst und Holz 61: 185-189.

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Kontakt

Dr. Michael Bücking, michael.buecking(at)wald-rlp.de, Tel.: 49-6306-911-128