Der Wasserhaushalt ist der wichtigste Standortfaktor für das Wachstum und die Vitalität von Waldbeständen. Die für die Bäume zur Verfügung gestellte Wassermenge hängt überwiegend von der durchwurzelbaren Tiefe, dem Stein- und Humusgehalt sowie der Bodenart eines Standortes ab.
Die durch den Klimawandel hervorgerufenen Witterungsextreme steigern den Bedarf an detaillierten Standortkarten und Vorhersagen für die forstliche Planung. Langanhaltendes Ausbleiben von Sommerniederschlägen verschärft die Situation an bereits eher trockenen Standorten für den Wald. Darüber hinaus erhöhen die langen Trockenperioden im Sommer die Evaporation, wodurch das pflanzenverfügbare Wasser in den Sommermonaten zusätzlich reduziert werden kann.