Standort und Boden - Waldmonitoring und Umweltvorsorge

Sekundärrohstoffe als Puffersubstanz für Bodenschutzmaßnahmen (Buffering substances from secondary material for soil protection )

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In diesem Projekt wurden Puffersubstanzen für Bodenschutzmaßnahmen im Wald aus Sekundärrohstoffen entwickelt. Hierbei handelt es sich um Abfall-/Nebenprodukte oder auch Zwangsanfälle aus industrieller Produktion, wie Schlämme und Reaktorkorn aus der Trinkwasseraufbereitung und Magnesitabfälle aus der Feuerfestindustrie. Mit der in Rheinland-Pfalz anfallenden Menge an Sekundärkalken könnte ein erheblicher Teil des jährlichen Kalkbedarfes für Bodenschutzmaßnahmen gedeckt werden.
Die ökosystemaren Wirkungen von Sekundärrohstoffmischungen wurden in unterschiedlich skalierten Versuchsanordnungen analysiert. Für den Einsatz als Puffersubstanzen oder Nährstofflieferanten im Wald haben sich die Reaktorkornkalke, Magnesitstaub und Bimsmehl bewährt.
In einem weiteren Projektteil wurden die Umweltauswirkungen unter Berücksichtigung des Energieeinsatzes einschließlich der notwendigen logistischen Verbindungen und der eingesetzten finanziellen Mittel hinsichtlich der Effizienz gemessen und im Rahmen einer Produktlinienanalyse bewertet.

(in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg, Institut für Forstökonomie, Prof. Dr. Gerhard Oesten, gefördert durch Deutsche Bundesstiftung Umwelt) Während des Projektzeitraums konnte durch die Aufnahme von Sekundärrohstoffen in die neugefasste Düngemittelverordnung aufgrund der Projektergebnisse ein erster Erfolg erzielt werden. 

 

Veröffentlichungen:

Block, J. (2006): Stickstoffbelastung der rheinland-pfälzischen Wälder; Schüler, G. (2006): Erschließung von Sekundärrohstoffen als Puffersubstanz für Bodenschutzmaßnahmen im Wald. Mitteilung Nr. 60/2007 der FAWF Rheinland-Pfalz

Kontakt

Dr. habil. Gebhard Schüler, gebhard.schueler(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-113