Waldwirtschaft - Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Bestandesgeschichte des Naturwaldreservates Rotenberghang (Stand history of the nature forest reserve Rotenberghang)

Das Naturwaldreservat Rotenberghang liegt auf einem Nordhang auf Schichten des oberen Buntsandsteins und umfasst rund 20 Hektar. Ein Teil des Buchen-Eichen-Altbestandes wurde durch die Stürme von 1990 geworfen. Dies war der Anlass für die Ausweisung des Naturwaldreservates, weshalb das meiste Holz auf der Fläche liegen blieb.

Für die Interpretation der Untersuchungsergebnisse des sich weiterhin nur spontan entwickelnden Waldes ist die Kenntnis der Bestandesgeschichte, der früheren Nutzungen und der Waldbegründungen sowie von Standortsveränderungen von Bedeutung. Sie sind in diesem Bericht zusammengetragen.

  1. Die südlich angrenzende Plateaulage wurde bis etwa 1800 als Ackerfläche genutzt.
  2. Der Ostteil, die heutige Abt. V 4a, ist seit jeher mit Buchen bestockt; der heutige Bestand ist z.T. durch Stockausschlag entstanden. Geringfügige Nadelholzbeimischungen, z.T. kleinbestandsweise, aus Kiefern, Lärchen, Fichten und Stroben, wurden in der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts eingebracht.
  3. Der Westteil, die heutige Abt. V 6a, war ab ca 1770 zunächst ein durch Saat angelegter Kiefernbestand. Der Eichenteil wurde in zwei Abschnitten künstlich (wahrscheinlich durch Saat) angelegt. Über die Herkunft des Eichensaatgutes konnten keine Hinweise gefunden werden. Zunächst waren reichlich Tannen, aber auch Kiefern und Fichten beigemischt. In den Windwurf- und Schneebruchlücken der jüngeren Vergangenheit kamen auch Japanlärche, Douglasie und Bergahorn vor.
  4. Im Naturwaldreservat wurden also in den letzten 200 Jahren, von der natürlich verjüngten Buche abgesehen, nahezu alle hier üblichen Forstbaumarten künstlich angebaut.

    Kontakt

    Dr. Patricia Balcar, patricia.balcar(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-119