Standort und Boden - Waldmonitoring und Umweltvorsorge

Diagnostischer Douglasien-Düngevesuch (Fertilizing experiments with Douglas fir)

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In diesem Projekt wird die Ursache von Wuchsdeformationen in den Kronen junger Douglasien im Hinblick auf Spurenelementmangel bzw. Nitratüberernährung untersucht. Hierfür wurde ein Douglasienbestand im Forstamt Irrel ausgesucht und eine entsprechende Versuchsanlage mit 16 Untersuchungsparzellen (4 Versuchsvarianten mit dreifacher Wiederholung) eingerichtet. Neben einer unbehandelten Kontrollvariante wurde 1998 in den "Stickstoffparzellen" zur Fixierung überflüssigen Nitrat-Stickstoffs Rohrzucker gleichmäßig ausgestreut. In einer "Molybdänvariante" wurde Na-Molybdat gelöst in Wasser aufgesprüht und danach der Boden durch leichtes Hacken gelockert, da Molybdän in höchst oxidierter Form am besten pflanzenverfügbar sein soll. In einer "Borvariante" wurde Borax aufgesprüht. Eine Auswertung der Düngeversuche ergab, dass die Mo- und B-Düngung zu ausreichenden Nadelspiegelwerten an Mo bzw. B in den rezenten Nadeln geführt hat, jedoch ohne die Wuchsform positiv beeinflusst zu haben. Die Mo-Düngung verbesserte gleichzeitig die Fe- und N-Versorgung und verhinderte durch die Unterstützung der Nitratreduktasebildung eine übermäßige Nitratversorgung der Nadeln. Die B-Düngung verminderte über ein antagonistisches Verhalten zu Cu die Cu-Nadelspiegelwerte und verstärkte in Folge die Wuchsdeformationen. Um zu untersuchen, ob Cu-Mangel Auslöser der Wuchsdeformationen sein kann, wurden die Cu-Mangelparzellen im Sommer 2001 mit einer Cu-Lösung gedüngt.

 

Veröffentlichungen:

Matzner, E.; Bihl, Ch. (2000):  Wuchsdeformationen an Douglasien: Eine Folge von Molybdän- oder Bormangel? Bericht im Auftrag der FAWF Rheinland-Pfalz

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Kontakt

Dr. habil. Gebhard Schüler, gebhard.schueler(at)wald-rlp.de, Tel.: +49-6131-884-268-113