Immissionsmessungen mit Passivsammlern

In Ergänzung des sehr aufwendigen und daher nur an wenigen Standorten im Wald durchführbaren ZIMEN-Messprogramms werden an drei Standorten zur Charakterisierung der O3-, NO2-, SO2- und NH3-Belastung so genannte Passivsammler des Schwedischen Umweltinstituts (IVL) eingesetzt.
Während bei den ZIMEN-Messungen die Umgebungsluft aktiv angesaugt und von vollautomatischen Analyseeinheiten auf ihre Luftschadstoffgehalte untersucht wird, werden bei den Passivsammlern mit speziellen Chemikalien behandelte Filterblättchen von der (passiv) vorbeistreichenden Umgebungsluft mit Luftschadstoffen beladen. Nach einer Expositionszeit von in der Regel 4 Wochen werden die Filterblättchen eingesammelt und im Labor analysiert. Aus den gespeicherten Stoffen bzw. den hiervon verursachten chemischen Reaktionen lässt sich sehr sicher auf die Durchschnittskonzentration der jeweiligen Luftschadstoffe während der Expositionszeit schließen. Dieses sehr einfache und kostengünstige Verfahren erlaubt allerdings nur die Erhebung von Periodenmittelwerten (keine Spitzenkonzentrationen, keine AOT-Berechnungen). Die Messungen können daher nur zur Erfassung grundlegender Unterschiede der Luftschadstoffbelastung verschiedener Standorte oder verschiedener Perioden herangezogen werden.

Karte mit Passivsammlerstandorten

 
 

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