Ammoniak (NH3)

Ammoniak stammt im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen Produktionsprozessen. Natürliche NH3-Emmissionsquellen spielen bei uns eine nur sehr untergeordnete Rolle. Ammoniakmessungen erfolgen nicht im Rahmen des ZIMEN-Messprogramms, sondern seit Oktober 1998 mit Hilfe von so genannten Passivsammlern des schwedischen Umweltinstituts (IVL).

In den Waldgebieten fernab von Nahemissionsquellen, wie beispielsweise großen Tierhaltungen, wurde die Wirkungsschwelle von 8 µg/ für direkte Schadwirkungen über die Gasphase bislang nicht überschritten.

Ammoniak reagiert in der Atmosphäre mit säurehaltigen Luftverunreinigungen zu Ammonium (NH4+) und kann z.B. als Ammoniumsulfat oder Ammoniumnitrat über weite Strecken transportiert werden. Aufgrund dieses Ferntransports von Ammonium ist auch bei vergleichsweise niedriger Ammoniakkonzentration selbst in sehr emittentenfernen Waldgebieten der Eintrag dieser Stickstoffverbindung beträchtlich.

Ammoniak wirkt nur bei Umwandlung zu Ammonium z.B. in den Wolkentröpfchen entsauernd. Das in den Boden eingetragene Ammonium trägt dort aber bei Wurzelaufnahme oder über die mikrobielle Oxidation zur Versauerung bei.

 

Ansprechpartner
Dr. Martin Greve, email: martin.greve(at)wald-rlp.de, Telefon: +49-6131-884-268-128